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Jan
04

Wasserspiele im Thüringer Wald

Im Thüringer Wald gibt es ja fast hinter jedem zweiten Baum einen kleinen Wasserfall. Mal ein bisschen Wasser zu fotografieren, war das Einzige, was ich mir im Urlaub vorgenommen hatte. Da das Wetter erwartungsgemäß recht düster sein würde, was es dann auch war, hatte ich fast keine Probleme, Langzeitbelichtungen ohne ND-Filter zu machen. Diesen benutzt man normalerweise für solche Bilder, damit man auf vernünftige Blendeneinstellungen kommt, wenn man am Tag eine Langzeitbelichtung machen möchte. Die lange Belichtungszeit benötigt man, um das Wasser verwischen zu lassen.

Jedes Objektiv hat einen optimalen Blendenbereich in dem es die beste Schärfe bringt. Dieser liegt meist zwischen 8 und 11. Bei höheren Werten kommt mehr Beugungsunschärfe ins Spiel. Da ich nicht so der Theoretiker bin, hier ein Artikel bei Wikipedia zum Thema kritische Blende und ein Beispiel zur Beugungsunschärfe. Im allgemeinen sehe ich diese Fehler nicht mal. Dafür ist mein Auge wohl auch zu ungeübt. Trotzdem sollte man solche Werte immer im Hinterkopf behalten und versuchen, zu vermeiden.

wasser1

Die Bilder habe ich mit Stativ und Fernauslöser gemacht. Beim ersten Bild waren die Einstellungen: ISO 100, Blende 10, 15 Sekunden bei 18mm Brennweite. Es zeigt unseren Hauswasserfall direkt hinter der Anlage, der, auf Grund des feuchten Wetters, dieses Jahr schön gesprudelt hat.

wasser2

Das zweite Bild ist etwas weiter oben entstanden. An dem Tag war es heller. Auf Grund der Wassergeschwindigkeit näheren Perspektive reichten hier 2 Sekunden bei Blende 13, ISO 100 und 42 mm Brennweite.

wasser3

Beim dritten Bild musste ich dann die Blende kräftig hochziehen, da es zu hell war. Hier wäre dann der Einsatz eines ND-Filters besser gewesen. Es ist bei Blende Blende 20, 3.2 Sekunden, ISO 100 und 96mm Brennweite entstanden.

wasser4

Bild 4 ist bei 8 Sekunden, Blende 11 und ISO 100 mit einer Brennweite von 51mm entstanden.

Generell fand ich es schwierig, die günstigsten Standpunke für ein Foto zu finden und bin, wenn es möglich war, viel rechts und links bzw. oben und unten rumgekraxelt. Einmal habe ich das Objektiv auch ins Wasser gestellt um eine bessere Perspektive zu erhaschen, aber dafür ist mein Stativ dann doch zu leicht. Die Bilder waren etwas verwackelt.

Letztendlich habe ich mich oft für einen Ausschnitt entschieden, da viel angeschwemmtes Zeugs rechts und links lag, was das Bild überladen hätte und man in der Totalen kaum einen vernünftigen Vordergrund fand.

Die Bilder habe ich dann nach Gusto in Lightroom nachbearbeitet.

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