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Sep 09 2010

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Wie erstellt man ein Panorama und präsentiert es im Internet? – Teil I

Diese Frage habe ich mir eine ganze Weile gestellt, da ich, nachdem ich eines aufgenommen hatte, doch softwaretechnisch vor diverse Probleme gestellt wurde.

Aber von Beginn an: In dieser Beitragsreihe möchte ich erklären, wie man mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) ein Panorama aufnehmen, mit entsprechender Software zusammenfügen und klick- und zoombar auf der eigenen Webseite präsentieren kann.

Im ersten Teil geht es um die Aufnahme der Fotos, Ausrüstung, Standort- und Motivwahl.

Mein Equipment bestand aus:

Sicher kann man, was Objektiv und Stativ betrifft, hochwertigere Ausrüstung zum Einsatz bringen, aber auch mit Low-Budget funktioniert es ganz gut. Wer detailreicher darstellen möchte, kann natürlich gern zum Tele-Objektiv mit größerer Brennweite zurückgreifen. Ich wollte es lediglich einmal ausprobieren und habe deshalb das Standardobjektiv benutzt.

Platzwahl:

Sucht euch einen schönen Platz von dem aus ihr freie Sicht auf  den zu fotografierenden Landstrich habt. Panoramas von Städten haben natürlich ihren besonderen Reiz, aber auch interessante, weite Landstriche, Seen etc. bieten sich als Motiv. Gute Tipps zur Panoramafotografie und vor allem zum Thema Standort- und Objektivwahl findet ihr bei Stadtpanoramen.

Kameraausrichtung:

Von der Seite Stadtpanoramen habe ich auch den Tipp, das Panorama im Hochformat aufzunehmen. Da eine Kamera ihre volle Auflösung in der Breite erreicht, ist es nur logisch, dass man eine viel bessere Bildqualität, inklusive Auflösung, erhält, wenn man ein Panorama im Hochformat aufnimmt.

Aufnahmetechnik:

Ein Stativ ist absolute Voraussetzung für die Panoramaaufnahme. Sicherlich kann man mit geübter Hand und bei guten Bedingungen Panoramen mit wenigen Einzelbildern auch Freihand aufnehmen, wenn mal kein Stativ dabei ist. Bei vielen Einzelbildern ist es unabdingbar.

Besonders wichtig ist die kerzengerade Ausrichtung des Stativs! Viele Stative haben Wasserwaagen. Diese erleichtern die Ausrichtung ungemein. Mein Stativ hat genau 2 davon.

Da ich mir für die Aufnahme ein recht stilles Örtchen (nein, nicht, was ihr denkt…), nämlich ein Feld ausgesucht habe, konnte ich in Ruhe werkeln bis ich das Stativ auf dem unebenen Boden ausgerichtet hatte. Eine Herausforderung war das Querformat. Hierfür hat das Star 61 eine Art Kippvorrichtung, welche frei nach Lust und Laune hochgestellt werden kann. In höheren Preisklassen gibt es Stative, mit denen gerade solche Einstellungen einfacher vorgenommen werden können bzw. existieren auch eine Reihe von Stativen mit so genannten Panoramaköpfen, auf denen Gradeinteilungen für die einfachere Aufnahme von Einzelbildern angebracht sind.

Nachdem das Stativ ausgerichtet war, habe ich einfach noch ein paar Testschwenks vorgenommen, um zu sehen, ob auch wirklich alles stimmt. Schlimm, wenn man erst bei der Aufnahme merkt, dass die Kamera sich umso mehr neigt, je weiter man sie schwenkt.

Kameraeinstellungen:

Hierfür empfiehlt sich der manuelle Modus, denn damit die Bilder später gut zusammen gefügt werden können, sollten alle mit den gleichen Belichtungseinstellungen aufgenommen werden.

Dies bedeutet bei ISO, Blende, Aufnahmezeit und Weißabgleich sollte die automatische Einstellung ausgeschaltet werden. Den Fokus stellt man idealerweise auf manuell.

Ich habe die Belichtung am Zentrum meines Panoramas, also wie man später weiter unten sieht, an der Stadt, ausgerichtet.

Die Einzelbilder:

Die einzelnen Bilder müssen unbedingt mit leichter Überlappung aufgenommen werden, damit später am Computer in jedem nebeneinander liegenden Foto gleiche Punkte identifiziert werden können. Nur so ist ein Zusammenfügen der Bilder möglich.

Aufnahme:

Für die Aufnahme habe ich – in Ermangelung eines Fernauslösers, welcher eventuelles Verwackeln vermeidet – mit dem auf 20 Sekunden eingestellten Selbstauslöser gearbeitet.

Ablauf:

  • Bildausschnitt einstellen
  • vorsichtig Auslöser drücken
  • 20 Sekunden warten bis Aufnahme erfolgt
  • nächsten Bildausschnitt wählen
  • usw. usf.

Letztendlich hatte ich dann sage und schreibe 20 Einzelbilder mit einer jeweiligen Größe von 3MB als jpg und 9MB im RAW-Format.

Am gleichen Abend wollte ich mein Machwerk natürlich noch schnell zusammenfügen, doch das erwies sich dann leider als nicht so einfach…

Einen Überblick über die Stärken und Schwächen der einzelnen Programme, die ich ausprobiert habe, und wie ich meine Einzelbilder letztendlich doch zu einem Panorama zusammenwürfeln konnte, gibt es im nächsten Beitrag.

Das sicher noch optimierbare Endergebnis könnt ihr euch hier anschauen. Es zeigt ein Panorama von Halle-Neustadt.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.fotografie-halle.de/2010/09/wie-erstellt-man-ein-panorama-und-prasentiert-es-im-internet-teil-i/

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